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0 Autor: Vivien Stellmach

DMA's - The Glow

The Glow

Dass "The Glow" noch größer als sein Vorgänger klingt, haben DMA’s von langer Hand geplant. Vermutlich ist ihnen ihr drittes Britpop-Album deshalb so gut gelungen.

Auf dem zweiten Album "For Now" (2018) gab es einen Song namens "The End", der merkbar elektronischer und tanzbarer war als der Rest. Im Interview zur Platte verriet Gitarrist Johnny Took damals, dass er ein wenig vorwegnehme, wie das nächste Album klingen wird. Und er hat Recht behalten: "The Glow" ist voller gelungener Britpop-Hymnen mit flächigen Synthies und Dance-Anleihen, die auf die große Bühne gehören. "Silver" etwa klingt sehr gefühlvoll, ausgewogen und angenehm hymnisch, während das berauschende "Life Is A Game Of Changing" den Weg in den nächsten Club sucht. Die Songs reißen einen nicht grob mit, stattdessen holen sie einen sanft ab. Das ist sehr angenehm, weil DMA's dadurch nicht aufdringlich wirken. Dabei wäre "Criminals" sogar eine echte Bereicherung für Radiosender und Charts, der Song schafft den Spagat zwischen Lo-Fi-Britpop und Mainstream-Pop-Hit. Von den ewigen Oasis-Vergleichen der früheren Platten ist im Kern natürlich immer noch genug zu hören. Das dynamische "Round & Around" erinnert schon sehr an den ein oder anderen Song auf "(What's The Story) Morning Glory". Ob sich das irgendwann einmal ändern wird, ist zu bezweifeln. Laut Took wollen DMA's nach ihrem Synthiepop-Ausflug jedenfalls wieder zu billigen Verstärkern und kaputten Lo-Fi-Songs zurückkehren. Warum auch nicht.

Bewertung: 9/12

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