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0 Autor: Kerstin Kratochwill

Maserati - Enter The Mirror

Enter The Mirror
  • VÖ: 03.04.2020
  • Label: Temporary Residence/Cargo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 325

Maserati aus Athens, Georgia gehen ins Synthie-Spiegel-Wunderland. Die Reflektionen geraten dabei zum grellen Strobo-Staccato.

"Mein Maserati fährt 210": Kinder der 80er werden sofort an Markus' Spaß-Song denken, wenn sie den Bandnamen Maserati hören. Und mit den 80s liegt man gar nicht so falsch, wenn es um den Sound der Amerikaner geht, die als wichtigste Einflüsse für "Enter The Mirror" ausgerechnet das Schlagzeugspiel von Phil Collins und die Gitarren von INXS nennen – noch zwei Ikonen der 80er. Die Songs klingen jedoch eher wie eine Mischung aus dem Vocoder-getriebenen Synthie-Rock von Trans Am und dem prügelnden Post-Punk der Swans. Bei aller Energie wirken die Stücke zumeist erstaunlich kühl und monoton. Dazu passen erneut Markus' Lyrics vom Gasgeben, denn der Maserati brettert vollgetankt über die Straßen und denkt gar nicht daran, einmal das Tempo zu drosseln. Wie ein Hupkonzert inmitten dieser getriebenen Melodien wirken die psychedelisch krautrockigen Effekte in "Der Honig", und die postrockige Melodie in "Empty" erinnert an ein Computerspiel, zu dem John Carpenter den Soundtrack geschrieben haben könnte. Highlight des Albums ist die fast acht Minuten lange Power-Pop-Hymne "Wallwalker" am Schluss, die einem den Vokuhila gehörig durchbläst. Alles in allem kann man zu "Enter The Mirror" dann nach wilder Fahrt mit sieben Songs sagen: "Das macht Spaß! Das macht Spaß!".

Bewertung: 8/12

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