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0 Autor: Carsten Sandkämper

Intronaut - Fluid Existential Inversions

Fluid Existential Inversions

"Huge in every way", sollte das erste Album nach der selbst verordneten Burn-Out-Pause seit 2017 werden. Mit neuem Schlagzeuger und riesigem Selbstbewusstsein im Rücken muss man es deutlich sagen: Mission erfüllt.

Nun ist es natürlich nicht so, als hätte das Trio aus L.A. früher in Sachen musikalischer Ambition kleine Brötchen gebacken. Ein Intronaut-Album bedeutete schon immer Arbeit für den Kopf. Trotzdem ist die sechste Platte der Band ein großer Sprung nach vorne. Es beginnt mit der schlicht unglaublichen Rhythmusarbeit von Schlagzeuger Alex Rudinger, der von The Faceless und Whitechapel kam. Seine Diät aus Polyrhythmen zum Frühstück und ordentlich Proteinen für den entsprechenden Bumms trägt epische Hymnen wie "The Cull", das wirre "Cubensis" oder das grandios komplexe "Tripolar" durch all ihre Transformationen. Sacha Dunable und David Timnick wiederum geben sich musikalisch auf diesem Album ihren Helden aus den 70ern wesentlich offensichtlicher hin, als es vor ein paar Jahren cool gewesen wäre. Bassläufe aus dem King-Crimson-Liederbuch und jazzige Instrumentalreisen, die an Yes erinnern, fusionieren mit Extrem-Metal-Passagen, die sich Gorguts nicht besser hätten ausdenken können. Der progressive Impetus der Platte macht "Fluid Existential Inversions" zwar zu einem fordernden Album, jedoch kommt an keiner Stelle die Erdung der Band im Metal zu kurz, und das bedeutet, dass sich Intronaut in keinem Moment vom Hörer abwenden.

Bewertung: 9/12

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