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0 Autor: Julius Krämer

Dune Rats - Hurry Up And Wait

Hurry Up And Wait

Mit Bands wie Clowns oder The Bennies haben die Australier bewiesen, dass ihnen ironisch gebrochener Spaß-Punk liegt. Dune Rats treiben diesen Rock-Dadaismus konsequent weiter, allerdings auf Kosten des musikalischen Gehalts.

Seit das Trio 2017 mit "The Kids Will Know It’s Bullshit" seinen Durchbruch feiern konnte, setzt es einfach weiter auf den bewährten Dreiklang aus künstlerischer Stagnation, biergeschwängerten Pub-Parolen und eskalierendem Spaß-Punk. Dass ihr drittes Album "Hurry Up And Wait" trotzdem immerhin erträgliche Unterhaltung bietet, ist nicht zuletzt auf die professionelle Umsetzung dieser Berufsjugendlichkeit zurückzuführen. Mit schwedisch-schrammeligen Indie-Gitarren, rollenden Garage-Grooves und vielsagenden Songtiteln wie "If My Bong Could Talk" wenden sich Dune Rats der sonnigen Seite des Lebens zu, erzählen von Autopannen und Saufgelagen und haben ab und zu noch einen Kalenderspruch parat: "What is true ain’t always right", heißt es auf dem poppigen Garage-Rock-Opener "Bobby D. Crazy". Der erinnert nach seinem hitzigen Einstieg an die simple Melodieführung von Blink-182, im sonst recht kitschig anmutenden "Bad Habits" kommen immerhin wunderbar verkorkste, morbid anmutende Momente zum Vorschein, die an die Kanadier Pup erinnern, und der letzte Song beendet "Hurry Up And Wait" mit dem Credo, unter dem das ganze Album als Manifest des vertonten Eskapismus Made In Australia steht: "Mountains Come And Go But Aussie Pub Rock Lives Forever". Damit ist alles gesagt.

Bewertung: 5/12

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