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0 Autor: Christian Wiensgol

Make War - Get It Together

Get It Together

Zwischen Heartland-Rock und politischem Hardcore-Punk empfehlen sich Make War mit ihrem zweiten Album als neue Lieblinge im Fat-Wreck-Lager.

Abwechslungsreichtum gilt zwar nicht als größte Tugend beim alten Melodycore-Kultlabel, aber auch Fat Wreck hat sich längst verschiedensten Punkspielarten geöffnet – und Make War bedienen mit "Get It Together" eine ganze Menge davon. Im Kern ist es auf "Get It Together" der hemdsärmelige Ansatz zwischen Hot Water Music und Bruce Springsteen, wie ihn auch Red City Radio, The Menzingers oder The Loved Ones spielen oder spielten. "My Bones", "American Fútbol" und "Oh, Brother" sind der grölende Kumpel, der zwar in Klischees spricht, aber irgendwie dann doch recht hat – und vor allem bleiben seine Worte tagelang im Kopf hängen. Zwischendurch geben Make War unvermittelt Vollgas und kommen so frühen Rise Against oder Strike Anywhere sehr nah, nur um mit "Squeeze" eine Halbballade im Neo-Grunge-Stil von Citizen oder Title Fight dazwischen zu mogeln. Ähnlich bunt gemischt wie ihre Musik ist auch die Besetzung des quer über die USA verstreuten Trios. Ursprünglich als Projekt des Venezuelaners Jose Prieto gegründet und von Lawrence-Arms-Frontmann Brendan Kelly für sein Label Red Scare entdeckt, gehören längst auch Greg Taylor aus Florida und der Kolumbianer Edwin Santacruz fest zur Band. Letzterer sorgt mit spanisch gesungener Hardcore-Kante in "No Más" und "Immunda Realidad" für die größten Ausrufezeichen und das letzte Quäntchen Abwechslung.

Bewertung: 8/12

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