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0 Autor: Juliane Kehr

Editors - Black Gold (Best-of)

Black Gold (Best-of)

Diese Werkschau war schon lange überfällig, doch das Warten hat sich gelohnt.

Ausgestattet mit einer üppigen, ausgeklügelten Tracklist holt sich die Band für die Umsetzung des Projekts Garrett Lee ins Boot, der schon das Erfolgsalbum "An End Has A Start" mit den Indierockern produzierte. Bevor die Werkschau richtig beginnt überrascht der Opener, der einer von drei neuen Songs auf dem Album ist: "Frankenstein" ist ein elektronisches Biest, das die Vorliebe der Band für große Synthie-Gesten perfekt abbildet. Es folgt mit "Papillon" ein Song aus dem dritten Album "In This Light And On This Evening", das den Übergang von der Indierock- und Post-Punk-Phase zu mehr Electronica bildet. Rückblickend enthält das hier an dritter Stelle stehende "Munich" vom Debüt "The Back Room" bereits die Soundzusammensetzung, die Editors langfristig erfolgreich macht: Indie-Gitarren, New-Wave-Synthies und Zeilen wie "People are fragile/ Things you should know by now/ Be careful what you put them through" getragen von Smiths markanter Stimme. Es folgen weitere großen Hymnen von "Sugar" über "Ocean Of Night" bis zu Magazin vom aktuellen Album "Violence". Wie erhaben und zeitlos die Stücke tatsächlich sind, wird erst hier klar, wo man sie versammelt eins nach dem anderen hört. Die neuen Songs "Upside Down" und "Black Gold" beschwören zwischendurch erneut den elektronischen Status Quo des Bandsounds herauf. Dass Editors nicht nur die Gitarren und Synthies im Griff haben, sondern Smith auch die leisen Töne ganz behutsam über Streichervibrato zu balancieren vermag, zeigt die CD-Deluxe-Version, die zusätzlich sechs Akustiksongs aus dem Backkatalog der Band umfasst.

Leserbewertung: 4.0/12

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