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Brittany Howard - Jaime

Jaime

Die Sängerin der Alabama Shakes ist auch ohne ihre Band zu Großem fähig. Ihr Solodebüt ist ein intimes, abwechslungsreiches Album.

Es ist nicht so, als hätte sie als Sängerin der Alabama Shakes nicht viel erreicht, vom Konzert für Obama im Weißen Haus bis zu vier gewonnenen Grammys. Aber der 30. Geburtstag, den Brittany Howard im Oktober 2018 feierte, löste etwas in ihr aus. Sie überlegt, was sie mit dem Rest ihres Lebens machen will. Klar, die Alabama Shakes sind erfolgreich, aber Howard möchte auch sich und ihre Fähigkeiten erkunden. Am besten funktioniert das mit einem Soloalbum. Schon der Titel "Jaime" verrät, dass es sich um eine intime Angelegenheit handelt. Jaime war Howards ältere Schwester, die ihr beibrachte, Gedichte zu schreiben und Piano zu spielen. Sie starb, als Howard zehn Jahre alt war, an einer Krebserkrankung am Auge. Auch Howard litt daran, überlebte jedoch. Wer so eine Lebensgeschichte hat, dem dürfte es nicht schwerfallen, sich mit einer Platte herauszufordern. Suchte "Sound & Color", das zweite Album der Alabama Shakes, 2015 bereits die Flucht nach vorne und den Segen im Experiment, geht Howard solo einige Schritte weiter. Basierend auf Song-Skizzen vom Laptop, fließen die kreativen Säfte erst im Studio in LA, als ihr eine Band zur Seite steht. Zu der gehören Alabama-Shakes-Bassist Zac Cockrell, Jazz-Keyboarder Robert Glasper und Schlagzeuger Nate Smith. Mit ihnen wird "History Repeats" zu Prince-haftem Jazz-Funk, "Georgia" zu futuristischem Gospel, "Stay High" zu akustischem Dachboden-Soul, "Tomorrow" zu warmem R&B, "Short And Sweet" zum zarten Liebeslied, "13th Century Metal" zum jazzigen Experiment und "Run To Me" zu melancholischem Synth-Wave.

Bewertung: 8/12

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