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0 Autor: Alana Vandekerkhof

Detach The Islands - The Burden To Become Fact

The Burden To Become Fact

Detach The Islands mischen die Härte aggressiven Hardcores mit sanften Entspannungsmelodien – zwei krasse Gegensätze, die überraschend gut zusammenpassen.

Ein hintergründiges Rauschen in der Stille, ein immer schneller gespieltes Schlagzeug und plötzlich eine Sound-Explosion. So zeigt sich "Who Holds My Head", das Intro des Debüts des US-Quintetts Detach The Islands – und bietet damit einen Vorgeschmack darauf, was einen in den folgenden neun Songs erwartet. "The Burden To Become Fact" liefert komplexe Kombinationen aus Geschwindigkeit und Melodien, deren Wirkung von melancholisch über unbehaglich bis düster reicht. In "Announcing Peace" schreit sich Sänger Ashley Levine durch ein kompromisslos rasendes Instrumental, das sich durch seine fast schon kreischenden Riffs bis zum absolut enervierenden Höhepunkt steigert. Im darauffolgenden "The Rhythm That Starts The Dance" schaltet das Quintett zwar einen Gang runter, drückt die angeheizte Stimmung dafür aber durch das schleppende Schlagzeug und den tief gestimmten Bass hinab in ein unheimliches, düsteres Loch. Unterbrochen wird die erste Hälfte des Albums durch das besonders melodische "Placebo", das durch seine idyllischen Klänge wie ein Ruhepol im hektischen Ausnahmezustand von "The Burden To Become Fact" wirkt. Detach The Islands orientieren sich in Tracks wie "Refugee Anatomy" oder "Reset Yourself To Zero" am Mathcore von The Dillinger Escape Plan, treiben ihren ohnehin schon rabiaten Sound durch viele Disharmonien aber stets noch ein Stück weiter – so lange, bis sie im finalen "You Are The Ghost" unter einem verstörenden Instrumental komplett verstummen.

Bewertung: 8/12

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