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0 Autor: Gerrit Köppl

Gender Roles - Prang

Prang
  • VÖ: 30.08.2019
  • Label: Big Scary Monsters/Membran
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 318

Müsste man das Label Big Scary Monsters mit einem Album beschreiben, dann wäre "Prang" die perfekte Wahl. Auf ihrer ersten Platte vereinen Gender Roles verspielt Pop-Punk, Emo, Math- und Indierock – und das verspricht den Newcomern eine rosige Zukunft.

Gitarrist und Sänger Tom Bennett, Schlagzeuger Jordan Lilford und Bassist Jared Tomkins sind zwar noch relativ neu bei ihrem Lieblingslabel, sind aber bereits sehr gefragte Kandidaten für verschiedenste EU-Touren: So spielten die Briten sowohl als Support für ihre offensichtlichen Pop-Punk-Vorbilder Pup, eröffneten aber auch schon Abende für die Post-Hardcore-Band Touché Amoré, das Indie-Duo Cassels oder den experimenteller veranlagten Jamie Lenman. Gender Roles können mit ihrem noch kleinen Katalog jedes Publikum bedienen. Der Opener "You Look Like Death", das folgende "Always" oder "If This Is Your War" sind zügige Pop-Punk-Hymnen, "Ickie" und "Hey With Two Whys" mit Bennetts tänzelnder Leadgitarre sind dann schon eher für die Emo- und Indie-Fraktion. Dass Gender Roles Teil der blühenden Mathrock-Szene Brightons sind, aus der etwa auch Delta Sleep und Orchards kommen, zeigen sie mit "School’s Out" und "Bubble", die das Trio charmant um vorprogrammierte, verschrobene Gitarrenloops herum aufbaut. Und mit "Deep End" oder "That’s How You Want It To Be" hat "Prang" auch richtig laute, noisige Momente zu bieten. Alles, was Fans am britischen Liebhaber-Label Big Scary Monsters schätzen, finden sie auch bei Gender Roles: Diese Band ist wunderbar bunt und wirkt damit an keiner Stelle willkürlich. Vielleicht braucht es einen Durchlauf oder zwei, bis einen der richtige Song ins Herz trifft, doch dann könnte sich der Funke in ein Feuer verwandeln.

Bewertung: 9/12

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