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    All
    Problematic

    VÖ: 08.05.2000 | Label: Epitaph/Connected
    Text: Joachim Hiller
    9 / 12
    All - Problematic

    Auf All ist Verlass: Man weiß, was man bekommt, wird auf keinen Fall enttäuscht und geht kein Risiko ein – ist das jetzt konservativ?

    Es ist wichtig zu wissen, dass es Dinge gibt im Leben, die Bestand haben. Zum Beispiel Bands, die – ein Dank in Richtung Schweden dafür – zum „Soundtrack Of Our Lives“ geworden sind. Die Descendents und später dann All kenne ich, seit ich Punkrock höre, und wenn die einen oder die anderen (was ja keinen wirklichen Unterschied macht), alle paar Jahre eine neue Platte machen, dann ist das ein beruhigendes Gefühl. In einer Welt, die in zwei Jahren vergessen haben wird, dass es Bloodhound Blink jemals gegeben hat, sind All-Alben ein stabilisierender Faktor, und so ist auch „Problematic“, das neueste Werk aus dem Hause Alvarez/Stevenson/Egerton, erneut und zum zweiten Mal mit Chad Price als Stimme, eine sehr schöne Sache. Natürlich, All zitieren vor allem sich selbst, aber wenn jemand vor 20 Jahren das Geheimrezept entdeckt hat, druckvollen Punkrock und sweete Pop-Melodien nahtlos zu verschweißen, warum sollte dieses Wissen nicht auch anno 2000 in Songs gegossen werden? So schmelze ich zu „Stupid Kind Of Love“ dahin, balle die Faust zu „Crucifiction“ (gib’s dem Christenpack!), wundere mich über „She Broke My Dick“ (warum von Herz sprechen, wenn selbiges dem Mann längst in die Hose gerutscht ist?), und empfehle zur Saison der aus dem runtergekurbelten Seitenfenster ragenden Ellenbogen genau diese Platte – gut im Auto, gut zu Hause, gut für, äh, überall…

    weitere Platten

    Mass Nerder

    VÖ: 01.01.1998

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