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0 Autor: Carsten Sandkämper

The Mute Gods - Atheists And Believers

Atheists And Believers

Das neue Album der Band um Nick Beggs erfüllt alle Anforderung an „das entscheidende dritte“. Auch wenn es eher Melodien für Dutzende denn Millionen enthält.

Neben seinem Job als Bassist für Steven Wilson und Steve Hackett, nach Projekten mit Legenden wie Gary Numan und Howard Jones und lange nach seiner Dekade als Star in der 80er-Pop-Formation Kajagoogoo hatte Nick Beggs 2014 zusammen mit Schlagzeuger Marco Minnemann und Keyboarder Roger King The Mute Gods gegründet. Über "Do Nothing Till You Hear From Me" (2016) und "Tardigrades Will Inherit The Earth" (2017) haben die drei nun mit einer eher pop-lastigen Form des Prog-Rocks ihren Ton gefunden und auf den Punkt gebracht. In komplexen Gebilden wie "Iridium Heart", dem stark an Yes erinnernden "Twisted World Godless Universe" und dem Neo-Prog-Funk "Knucklehed" sind der Frost*- und Steven-Wilson-Schlagzeuger Craig Blundell sowie Rushs Alex Lifeson zu Gast. Hits wie der Titelsong stehen in Kontrast zu akustischen Balladen, in denen man wie nie Beggs Vergangenheit als Kumpel von Limahl hört. Stücke wie "Old Men" und "The House Where Love Once Lived" zeigen wiederum, dass er als Sideman von Steve Hackett und Tim Bowness genau hingehört hat und kompositorische Komplexität nach außen kehren kann, wenn er will. Es sind nach wie vor Themen wie Armut, Klimawandel und menschliche Dummheit, die seine Texte bestimmen. Seine apokalyptische Weltsicht bestimmte das Album "Tardigrades Will Inherit The Earth" und verlieh der Platte eine Unerbittlichkeit, die mitunter ins Leere boxte. "Atheists And Believers" bewegt sich nun mit offenen Armen auf den Hörer zu, nicht wie noch der Vorgänger mit proklamatorisch zum Himmel erhobenen Fäusten.

Bewertung: 9/12

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