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Fu Manchu - King Of The Road

King Of The Road

Schon die mächtigen Riffs des Openers „Hell On Wheels" belegen nachdrücklich, daß Fu Manchu nicht übertreiben, wenn sie sich breitspurig als ‘Könige der Straße’ deklarieren. Staubig und trotzdem feucht, zäh und dennoch treibend und flüssig rockt uns das kalifornische Quartett ihre Version von heavy Seventies-Hardrock um die Reifen. Und wer sonst liegt schon so sicher auf der steinigen Rock’n’Roll-Road wie der „Boogie Van" oder der „Grasschopper" der vier Fortbewegungsfreaks? Niemand, also macht sofort die linke Spur frei, all ihr Möchtegern-Überholer, Wannabe-Mothertruckers mit viel zu wenig P(hon) & S(peed) unterm Hintern. Fu Manchu surfen auf der grünen Welle, und zur Zeit tut das niemand sonst so authentisch und leidenschaftlich wie die Nachkommen des kriminellen Doktors. Das große Kunststück, das die vier haarigen Musiker mit „King Of The Road" mal wieder spielend meistern, ist die gleichzeitige Befriedigung von Stonern und Bikern, hier fühlen sich verkiffte Hippies ebenso zu Hause wie auf maskuline Härte getrimmte Harley-Fahrer, und obwohl sich die Band eher keinem dieser Lager zugehörig fühlt, bleibt ihr Vibe doch für allerlei Ohren nachvollziehbar: Alkoholverbot am Surfbrett und am Steuer, darauf können wir uns alle einigen, aber was hindert einen gesunden Menschen daran, zu „Blue Tile Fever" einen kleinen Blunt durchzuziehen und dann ein paar Monsterwellen zu tunneln oder aufreizend slow durch die benachbarte Hood zu cruisen? Nichts, und genau deswegen wird dieses tongewordene Stück heißen Asphalts noch lange als Aufreiß-Soundtrack für gewisse heiße Stunden an den Strandpromenaden und den Rastplätzen der Landstraßen herhalten müssen. Liebe diese Platte oder fahr einfach weiter und lausche den Staudurchsagen.

Leserbewertung: 10.5/12

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