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0 Autor: Martin Burger

The Joy Formidable - Aaarth

Aaarth

"Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrdrobwllllantysiliogogogoch": nicht nur ein Dorf in Wales, auch das Ergebnis eines ersten Versuchs, das neue Album von The Joy Formidable in Worte zu fassen. Nochmal.

"Aaarth", das ist ohne die zwei zusätzlichen Vokale Walisisch für „Bär“. Der vereint laut Sängerin und Gitarristin Ritzy Bryan „Stärke, Weisheit und Heilung“, außerdem erinnert der Albumtitel natürlich an „art“: die Kunst. Nach fünf Alben und einer Vielzahl EPs und Split-Singles beschreiben The Joy Formidable ihr Treiben also endlich passend. Denn was auf "Aaarth" vor sich geht, ist nicht weniger als spektakulär, selbst – und sogar insbesondere – bei vornehmlichen Leisetretern wie "All In All", ein märchenhaftes Etwas, dem man seine jahrelange Entstehungszeit gar nicht anhört, soviel Spontaneität strahlt es aus. Von "Y Bluen Eira" bis "Caught On Breeze" hat jeder der elf Songs das Zeug zum Alternative-Rock-Klassiker, ist "Aaarth" somit das, was man sich im Grunde von einem Album wünscht, nämlich eine musikalische Reise ohne Drang zum Weiterskippen, bei der die Einzelteile aber auch losgelöst funktionieren. Lohnt allein schon wegen der vielen kleinen Ideen fürs Sounddesign, dem erwähnten "All In All" und dem Trio aus dem exotischen "Dance Of The Lotus", dem hymnischen "You Can’t Give Me" und "Caught On A Breeze", Höhe- und Schlusspunkt zugleich. Scheint, als hätten Bryan und ihre Jungs das bandinterne Erfolgsrezept gefunden: Bereits für das mächtige "Wolf's Law" von 2013 zog sich das walisische Trio in ein ländliches Gebiet des westlichen Teils der USA zurück, diesmal war es der Grenzbereich zwischen den Staaten Arizona und Utah. Koordinaten, die herumgereicht gehören.

Bewertung: 10/12

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