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0 Autor: Britta Helm

The Get Up Kids - Kicker (EP)

Kicker (EP)

Entweder das nächste Get-Up-Kids-Album klingt wieder wie früher, oder man kann sie demnächst für musikalische Geburtstagstelegramme buchen.

Gut, Fröhlichkeit ist auch ein Gefühl, deshalb sind die Emokids von damals jetzt auch wieder so gut gelaunt, seit "Maybe" als erster neuer Song seit ewig im Internet auftauchte. Krachige Gitarren, sportliche Haltung und ein idiotensicherer Refrain sind für Fans von vor allem "Something To Write Home About" in etwas über drei Minuten schon mal mehr als das ganze aktuelle Album "There Are Rules" (2011) zusammen. Damals wollten die Amerikaner alles anders machen als zu spätpubertären Zeiten, tauschten schroffe Herzenshymnen gegen ordentlichen Pop mit ungewohnter Elektronik und stießen damit die Teile ihres Publikums vor den Kopf, die den Jahrtausendwechsel noch nicht so richtig verarbeitet hatten. Also wieder zurück. "Kicker" ergänzt "Maybe" um drei weitere Songs, die sich in Sachen Hitpotential schamlos gegenseitig überbieten, am Ende holt "I’m Sorry" knapp die Krone. „I never wanna miss your birthday parties/ I just really wanna see you smiling/ I never wanna have to say I’m sorry/ I’m sorry“, singt Matt Pryor darin mit genug Schwung und Tempo für einen ganzen Reihenhausgarten voller Piñatas, und auch wenn das Gefühl dahinter ein zartes ist, könnte man diese Get Up Kids auch aus einer Torte springen und mit Konfetti werfen lassen. Bleibt abzuwarten, ob sich die Band bis zum nächsten vollen Album wieder ein Stück beruhigt, sonst gilt doppelt, was Pryor direkt vorm Refrain versteckt: „If nothing lasts forever/ Why does it have to hurt so bad/ You’re holding onto something/ You never really had/ If questions go unanswered/ It just keeps me moving on.“

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