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0 Autor: Markus Hockenbrink

INVSN - Forever Rejected (EP)

Forever Rejected (EP)
  • VÖ: 16.03.2018
  • Label: Woah Dad/Dine Alone
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 301

Die Nachschlags-EP zu "The Beautiful Stories" aus dem vergangenen Jahr entführt in die Grufti-Disco, wo Dennis Lyxzén die richtigen Töne zum Flirten trifft.

„There’s no salvation/ It’s just you and me tonight/ That’s enough I swear.“ Sätze wie diese sagt man meistens, wenn man in Filmen wie "The Crow" mitspielt oder zumindest Halbvampir mit Hitzewallungen ist. Die schön tragische, düster-romantische Seite, die bei Invsn schon immer mit von der Partie war, kommt auf den fünf Songs der EP besonders zur Blüte – arrangiert um das zentrale Stück, ein Lana-Del-Rey-Cover mit dem schönen Namen "Love". Die schicke Sängerin selbst hat ihre jetzt schon beachtlich lange Karriere praktisch nur auf Songs aufgebaut, die mit dem Kontrast zwischen Künstlichkeit und echter Hingabe spielen, das musikalische Äquivalent eines Gartenflamingos. In der Bearbeitung von Lyxzén und seiner Partnerin Sara Almgren fällt diese Ebene weitgehend weg, und der Song wird zur baren Kuschelrockmünze, die es dank der Del-Rey-Verbindung wahrscheinlich leicht in den Playlists haben wird. Mehr Spaß machen die anderen Songs, allen voran "Valentines Day", jedenfalls wenn man unter Spaß die leicht kitschige Verkleidung als Goth-Romeo versteht. Lyxzén hat die Stimme dafür, und die Quasi-Duette mit Almgren beschwören eine schöne Paarkulisse herauf, die eine gewisse Tradition hat, seit Andrew Eldritch mal Ofra Haza aktiviert hat. Die Bühnenauftritte von INVSN legen nah, dass die Band um einen gewissen Camp-Faktor in ihrem Repertoire weiß, und mit denselben Ohren sollte man sich auch "Forever Rejected" anhören. Wenn man die kurze Platte nämlich komplett ernst nehmen würde, bliebe nicht viel mehr als Pop-Pastiche.

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