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MaidaVale - Madness Is Too Pure

Madness Is Too Pure

Maida Vale ist nicht nur eine Straße, U-Bahnstation und ein Studio in London, sondern zusammengeschrieben auch eine schwedische Psych-Rock-Band, die mit ihrem zweiten Album die Trance zum Ziel hat.

Gegründet hat sich die Band in Fårösund auf der Insel Gotland bereits vor sechs Jahren, ihr Debüt "Tales Of The Wicked West" erschien im August 2016. Darauf findet sich bluesiger Rock mit 70s-Färbung und gelegentlichen Psychedelic-Ausflügen. Matilda Roths Gesang ist weit in den Vordergrund gemischt. Mit dem finnischen Immigranten Jari Haapalainen (Moneybrother, Johnossi) haben sie jetzt "Madness Is Too Pure" aufgenommen, und es in ein zauberhaftes 60s-Artwork von Courtney Cole gewickelt. Wobei MaidaVale trotz Hippie-Outfits, Retro-Ambiente und Vintage-Instrumentarium nicht nur aus der Vergangenheit schöpfen. Ihrem Sound haftet etwas Gegenwärtiges an, was im Willen der Band fundiert ist, die Songs stets gen Trance-Rock zu manövrieren. Die vier Musikerinnen schaffen das, indem das Schlagzeug motorisch-krautige Rhythmen spielt und der Bass stoisch in hypnotischen Linien groovt. Roths Gesangsbeitrag ist im Vergleich zum Debüt nun etwas in den Hintergrund gewandert. Das eröffnende "Deadlock" hat einen afrikanisch anmutenden Stampfrhythmus, während "Oh Hysteria!" ein psychedelischer Klagegesang ist. "Späktrum" wiederum pendelt zwischen Kraut-Erbe und dem knochentrockenen No-Wave-Funk von ESG. "Dark Clouds" ist ein düsterer, elegischer Psych-Western, der im effektbeladenen Delirium verendet und "Trance" stampft sich rave-rockig in selbiges. Das ist gut und emanzipiert, MaidaVale fehlen nur noch die herausragenden Songs, wie sie etwa Goat schreiben.

Bewertung: 7/12

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