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0 Autor: Florian Zandt

Albert Hammond Jr. - Francis Trouble

Francis Trouble

Für sein viertes Album lässt sich Strokes-Gitarrist Albert Hammond Jr. von der Geschichte um seinen ungeborenen Zwilling inspirieren.

Aber ähnlich wie der Fingernagel seines Bruders, der angeblich mit ihm geboren wurde, ist der Einfluss dieser kuriosen Geschichte auf den Power Pop und Garage-Indie des Albums eher marginal. Ungewöhnliche Einfälle oder unerwartete musikalische und textliche Wendungen sind auf "Francis Trouble", das immerhin nach seinem vor der Geburt bereits verstorbenen Bruder benannt ist, nicht viele zu hören. Hammonds markante Stimme schlängelt sich durch Songs, die sich irgendwo zwischen Indie-Dancefloor um drei Uhr morgens und durchgenudeltem Sommer-Mixtape für die Autofahrt zum Ferienhaus an der Nordsee positionieren. In der ersten Single "Muted Beatings" schmiegen sich etwa hochtönende Singlenotes an hypervernöses Schlagzeugspiel an, wie man es von den Indiebands der 00er-Jahre kennt, zu denen The Strokes ja auch gehören. "Rocky’s Late Night" hingegen ist nicht nur hinsichtlich des Namens an die 80er angelehnt, sondern klingt mit seinen in Wolle verpackten Synthies und kühlem Wave-Touch auch danach. "Screamer" setzt auf leicht übersteuerten Gesang und surfige Gitarrenmelodien des Garage-Revivals, an denen die Hauptband von Hammond Jr. ebenfalls maßgeblich beteiligt war. Kurzum: Alles klingt in etwa so wie auf dem Vorgänger "Momentary Masters". Das ist in keinem Fall schlecht, denn Hammond Jr. besticht auch auf "Francis Trouble" durch sein konsistentes Songwriting und seinen wandelbaren Gesang. Die interessante Hintergrundgeschichte zur Platte hätte man allerdings besser ausarbeiten und mit ebenso interessanter Musik untermalen können.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 10.0/12

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