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Zeke - Hellbender

Hellbender

Die schnellste Rock’n’Roll-Band der Welt ist zurück. Geändert hat sich in 14 Jahren Albumpause nichts. Wieso auch?

Auf den Plattencovern von Zeke waren schon schnelle Autos ("Super Sound Racing", 1994), schnelle Motorräder ("Flat Tracker", 1996, und "Death Alley", 2001), Zielflaggen ("Live And Uncensored", 2003) und ein Pilotenhelm ("'Til The Livin' End", 2004) – auf "Hellbender" ist es ein klassischer Cartoon-Hot-Rod, der viel verbranntes Gummi hinterlässt. Irgendwie muss man die Rock'n'Roll-Raserei von Zeke ja darstellen – und Klischees haben eben Signalwirkung. Ein großes rotes Ausrufezeichen auf dem Cover würde es auch tun, nach dem Motto: "Bitte anschnallen, die asozialen Speed-Junkies sind zurück!" Man muss hiervor warnen, denn der Konsum von "Hellbender" könnte zu Schweißausbrüchen, Nackenschmerzen, blutigen Fingerknöcheln, Hörsturz oder Herzinfarkt führen. Zeke sind eine Band der Generation, die zusammen mit den Dwarves, den Hookers, den Supersuckers, den New Bomb Turks und ihren niederländischen Brüdern Peter Pan Speedrock den Rock'n'Roll in den 90ern wieder gefährlich machte – und ihn damit an seine Limits brachte. Niemand spielt ihn so schnell wie Zeke, was dann manchmal nicht weit von Hardcore-Punk entfernt ist. Bereits 2017 gingen Zeke wieder auf Tour, mit "Hellbender" gibt es nun Albumnachschub nach 14 Jahren. 15 Songs sind es geworden, von denen nicht einer mehr als zwei Minuten dauert. Folglich ist die ultimative Raserei nach 20 Minuten vorbei und der letzte Tropfen Sprit im Höllenfeuer verbrannt. Nuancen sind schwer auszumachen – es gibt keine Midtempo-Parts oder nennenswerte Hooks, nur einen einzigen Sprint. Aber der macht irre viel Spaß!

Bewertung: 8/12

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