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Turbowolf - The Free Life

The Free Life

Einmal Rock mit allem: Turbowolf haben mit dem dritten ihr stärkstes Album aufgenommen.

Dabei waren schon ihr Debüt 2011 und der vier Jahre alte Vorgänger "Two Hands" Ausgeburten höllischer Spielfreude und ungezügelter Hysterie. Daran hat sich auf "The Free Life" nichts geändert. Man muss das schrille Organ von Keyboarder Chris Georgiadis mögen, oder wenigstens akzeptieren. Ist diese Hürde genommen, kann man sich mitreißen lassen von einem detailverliebten Feuerwerk zwischen Alternative- und Garage-, Psychedelic- und Heavy Rock – als hätte man mit Schmackes Royal Blood, Death From Above, Pulled Apart By Horses, Middle Class Rut und die White Stripes in einen Proberaum gequetscht. Auf "The Free Life" klingt das alles so gut produziert wie nie zuvor, fast jeder der elf Songs hat das Recht darauf, eine Single zu sein. Mit den ruhigeren Songs "Half Secret" mit Handclaps und synthetischen Streichern und dem abschließenden, akustischen "Concluder" zeigen Turbowolf, dass der Motor nicht immer im roten Drehzahlbereich laufen muss. Aber wenn er das in den übrigen Songs tut, dann werden alle Zylinder befeuert. Für noch mehr Sprit wurde eine Handvoll Freunde akquiriert. Bei "Capital X" sprechsingt Joe Talbot von Idles mit, in "Cheap Magic" schaut Sebastien Grainger von DFA1979 vorbei, weil der Song eh wie ein Discopunkrocker der Kanadier klingt, "Very Bad" profitiert von der Soul-Stimme von Voduns Chantal Brown und bei "Domino" macht Mike Kerr von Royal Blood mit, denn: Das ist quasi ein Royal-Blood-Song. So wie "Blackhole" ein Kracher von den White Stripes sein könnte und "Last Three Clues" ein effektbeladenes Tom-Morello-mäßiges Minisolo bereithält. Ein wilder Spaß!

Bewertung: 9/12

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