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0 Autor: Matthias Möde

Mudhoney - Lie

Lie

Das erste richtige Mudhoney-Live-Album erscheint nur auf Vinyl und als Download – und zeigt, dass die Band aus Seattle auch im 31. Bandjahr noch rumpelig-frisch klingt.

Schon mit ihrem aktuellen und neunten Studioalbum "Vanishing Point" (2013) blieben Mudhoney ihrem polternden und von Feedback-Gitarren umrahmten Sound im Großen und Ganzen treu, der damals – ihre Debüt-EP "Superfuzz Bigmuff" erschien 1988 über Sub Pop – Grunge definierte. "Lie" ist nun das erste Live-Album, das weder in Kleinstauflage noch als Bootleg erscheint, auch wenn es mit seinem kratzigen und rauen Sound genau danach klingt. Doch das liegt wohl daran, dass Mudhoney Mudhoney sind, eine Gitarrenband, die zu Beginn direkt die Fuzz Gun "’91" abfeuert und den "Vanishing Point"-Song "The Final Course" nach zwei Minuten in Gitarren-Feedbacks, -Solos und -Riffs sowie minimaler Percussion unter- und wieder aufgehen lässt, bevor er samt Band letztlich ganz abdreht. Es folgt ein nüchternes „Thank you“ ans Publikum in Malmö, als wäre es das Normalste der Welt, derartig abzudrehen. Die elf Songs von "Lie" wurden im Laufe von Mudhoneys Europa-Tour 2016 aufgenommen, in Kroatien, Slowenien, Österreich, Schweden, Norwegen und Deutschland; "Get Into Yours" vom 1989 veröffentlichten, unbetitelten Debütalbum im Berliner Lido. Highlights sind unter anderem das hymnenhafte "I Like It Small" und der Live-Klassiker "Suck You Dry" von "Piece Of Cake" (1992). Zudem legen Mudhoney den Roxy-Music-Song "Editions Of You" auf ihre Art aus. "Lie" erscheint als Download und auf Vinyl, als limitierte „Loser“-Edition samt Bonus-Seven-Inch und als normale LP. Ein guter Start in das Jahr, in dem Mudhoney ihr zehntes Studioalbum veröffentlichen wollen.

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