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0 Autor: Jens Mayer

Black Space Riders - Amoretum Vol. 1

Amoretum Vol. 1

Die Heavy-Psychdelic-Space-Rocker aus Münster setzen ihre Reihe mit Konzeptalben fort. Dieses Mal geht es um die Liebe und ihren Antagonisten.

Nach dem üppigen Doppelalbum "D:rei" (2014), dem der Flucht- und Flüchtlingsthematik gewidmeten "Refugeeum" (2015), sowie der EP "Beyond Refugeeum" (2016) hat es nicht ohne Grund zwei Jahre gedauert, bis mit "Amoretum Vol. 1" das fünfte Werk der Black Space Riders erscheint. Wie der Titel andeutet, ist es nur der erste Teil eines Zyklus’, der sich dem großen universellen Komplex Liebe und ihrer Kehrseite widmet – die Fortsetzung soll noch dieses Jahr folgen. Der Titel Amoretum ist ein Kunstwort, das die Begriffe „Amore“ und „Arboretum“ zusammenbringt, „als Sinnbild für einen Schutzgarten und eine Keimzelle der Liebe“, wie die Band erklärt. Doch trotz ihrer Vorliebe für psychedelische Trips ist "Amoretum Vol. 1" kein fröhlich-hippiesker Love-Peace-&-Harmony-Eskapismus, das macht der Opener "Lovely Lovely" klar. Hier treffen Stoner-Riffs auf teilweise böses Gegrowle, denn je größer die Liebe – und das ist einer der Antriebe für die Black Space Riders, sich diesem großen Thema konzeptuell zu nähren –, umso dunkler ihre Schattenseiten. Und so ist "Amoretum Vol. 1" nicht nur wieder deutlich heavier als der Vorgänger, sondern auch musikalisch variabler. Neben den bekannten Elementen aus Metal sowie Progressive- und Spacerock hört man bei "Come And Follow" einen deutlichen 90er-Hardcore-Einfluss heraus; der Anfang klingt sogar wie eine Hommage an das Snapcase-Stück "Lookingglasself". So bleiben die Black Space Riders auch nach zehn Jahren Bandgeschichte eine der aufregendsten deutschen Bands des Genres.

Bewertung: 9/12

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