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0 Autor: Raphael Kazulke

The Wombats - Beatiful People Will Ruin Your Life

Beatiful People Will Ruin Your Life

The Wombats lieferten vor einigen Jahren mit erfrischendem Indierock den Soundtrack für die Pubertät. Auf "Beautiful People Will Ruin Your Life" schreiten sie mit glatt gebügelten Kompositionen weiter festen Schrittes in Richtung Belanglosigkeit.

Frontmann Matthew Murphy bezeichnet das vierte Album seiner Band als Platte, die einem nicht direkt ins Gesicht springt – und gibt damit eine Bankrotterklärung ab. Die gebotenen Songs versprühen wie auf dem Vorgänger "Glitterbug" (2015) keinerlei Spielwitz. Sie plätschern vor sich hin, in der Hoffnung, einer der vor Kitsch triefenden Texte nistet sich ungewollt im Ohr ein. Zeilen wie „I don’t know why I like you but I do“ oder „I wanna love you but it hurts, hurts, hurts“ sorgen dafür, dass man sich höchstens peinlich berührt fühlt, und zeigen, dass die Liverpooler in den elf Jahren, die zwischen ihrem Debüt "A Guide To Love, Loss & Desperation" und "Beautiful People Will Ruin Your Life" liegen, an Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Trotzdem singen sie weiterhin von pubertären Problemchen, denen sie als Mittdreißiger in jeder Hinsicht entwachsen sind. Flankiert werden ihre platten Texte von leblosem Indiepop, der mal mit schleifendem Beat um Eingängigkeit bettelt, mal platte Gitarrenriffs zusammenhanglos in die Songs wirft. The Wombats haben es offenbar verlernt, ihren Hörern dauerhaft ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Dabei könnten sie es immer noch: "I Only Wear Black" lässt mit geschrammelten Rock-Gitarren das Potential der Band aufflackern, "Dip You In Honey" versprüht mit seinen Surf-Rock-Anleihen sogar etwas frischen Wind. Das ist aber zu wenig, um dieses Album zu retten.

Bewertung: 4/12
Leserbewertung: 1.0/12

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