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0 Autor: Michael Setzer

Black Label Society - Grimmest Hits

Grimmest Hits

Egal, wie lange die Landstraße noch Asphalt hergibt, Zakk Wylde hat den Tiger im Tank, noch ein Solo im Anschlag und einen Kofferraum voll bluesigem Buddy-Metal.

Geht ja nicht anders, irgendwer muss ja. Auch weil das alles so verdammt einfach ist in der kleinen Welt aus Lederhosen, Soli und Stiefeln mit den Ausmaßen von Getränkekisten. Blut, Schweiß und Tränen kleckern natürlich auch aus dem Vollbart. Ehrensache. Alles an "Grimmest Hits" ist wertkonservativ und auch von Black Label Society selbst bereits auf inzwischen zehn Platten und aus allen verfügbaren Windrichtungen durchgeknattert worden. Natürlich fährt man in dieser Welt mit dem Rückspiegel als Navi, doch wer sich nicht ganz doof anstellt, kann sich dabei auch selbst zunicken und „Yeah!“ denken. Wylde kann das. In "A Love Unreal" und "Disbelief" gniedelt er auch noch die Wolken vom Himmel, wie einer der Chilis kaut, obwohl auch Kaugummis da wären. Schwerfällig, kopfnickend und trotzdem galoppierend wie "Room Of Nightmares", oder wie in "The Only Words" und "The Day That Heaven Gone Away" auch fürchterlich rührselig – alles drin, alles dran: nochmal kurz ein Solo und wieder einen umarmenden Refrain zwischen Ozzy, Layne Staley und Brent Hinds von Mastodon. Das ist die Art von Metal, die laufen muss, wenn’s völlig egal ist, was eigentlich läuft, Hauptsache heavy. Und: „Ja, Mann. Sabbath. Irgendwo in der Ecke wird laut eine Bierdose geöffnet, dann noch eine und noch eine, die Männer nicken sich wissend gegenseitig zu. So wie Wylde im Rückspiegel. Echte Jungspoesie. Nichts, wofür man je eine Postkarte nach Hause schreiben würde, aber: toll. Die Ehefrauen schmunzeln: Um 23 Uhr ist der Kerl eh wieder zu Hause.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12

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