Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Frederik Tebbe

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die - Always Foreign

Always Foreign

Es ist so clever und doch so naheliegend, sphärisch-bittersüßen Postrock mit kraftvollem Emo zu vermählen. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die führen auf "Always Foreign" zum dritten Mal vor, wie das auf Albumlänge richtig gut gelingt.

Was für ein Bandname das auch ist. Wer sich so nennt und dabei noch solche Musik macht, der muss eine Art höhere Erkenntnis erlangt haben und mit sich im Reinen sein. Alles auf "Always Foreign" klingt gleichzeitig erbauend, erhaben und zerbrechlich, aber niemals niedergeschlagen. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die haben acht Mitglieder, die dafür sorgen, dass in ihren Songs regelmäßig eine warme Wall of Sound aufgebaut wird, und zugleich selbstbewusst genug sind, sich in den richtigen Momenten zugunsten des großen Ganzen zurückzunehmen. Wenn etwa "Faker" im letzten Drittel aus seinen Träumereien erwacht und Lautstärke und Intensität anziehen, entsteht ein Moment, für den man die Band bedingungslos liebt. Weniger blumig ausgedrückt: Wer Bands wie Maybeshewill oder Explosions In The Sky schätzt, sich dazu aber eine Stimme wünscht, die das Klangbild in die Hand nimmt, ist hier richtig. "Always Foreign" ist ein Album, das im ersten Hördurchgang zündet und trotzdem mit der Zeit wächst. Das liegt in der Natur der Sache: Die Schönheit der sieben Minuten langen, progressiven, sich im ständigen Wandel befindlichen Reise Marine Tigers erkennt man sofort, sie zu fassen und zu begreifen, gelingt erst nach mehreren Anläufen. Generell ist die Band aus Conneticut in ihren ausschweifenden Momenten am stärksten, wie es das abschließende "Infinite Steve" beweist.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.0/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.