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Ruby The Hatchet - Planetary Space Child

Planetary Space Child

Gut gemachter, aber auch nicht außergewöhnlicher 70s-Psych’n’Heavy-Rock mit Frontfrau.

Drei Jahre sind manchmal eine ziemlich lange Zeit. So lange ist es her, dass "Valley Of The Snake" auf Tee Pee erschien. Das erste Album veröffentlichten Ruby The Hatchet noch in D.I.Y.-Manier. In drei Jahren kann viel passieren. Gerade in der Nische der von Frauen angeführten Retro-Heavy-Bands hat sich viel getan. Was gut ist, es müssen ja nicht immer nur bärtige Typen auf der Bühne stehen. Und nicht selten bilden ätherische Frauenstimmen einen schönen Kontrast zu doomigem Gewalze. Das kann so auch für die fünfköpfige Band aus New Jersey festgehalten werden. Sängerin Jillian Taylor leiht Ruby The Hatchet eine passende Stimme und ihre fantastische Bühnenpräsenz. Dessen konnte sich versichern, wer zuletzt auf dem Roadburn und dem Desertfest war. Auf Platte fehlt leider die Anziehungskraft, die Ruby The Hatchet live auszeichnet. Das macht "Planetary Space Child" nicht zu einem schlechten Album, aber es hat gerade gen Ende Längen, wirkt zuweilen etwas generisch, und die Gesamtheit der Songs wird zu einem orgeligen, doomigen Wust, in dem Highlights oder besondere Ideen kaum auszumachen sind. Wobei Sean Hurs Orgel und die damit verbundenen Emerson, Lake & Palmer-Echos durchaus erfreuen. Ebenso wie der proggig-swingende Ausbruch im Titelsong oder das atmosphärische, sich zurücknehmende "The Fool". Aber die Band hätte mehr Experimentierfreude wagen sollen – so wie sie es etwa mit den akustischen Texturen im Titelsong des Vorgängers grandios gemacht hat. Der folkig-psychedelische Einschlag steht der Band sehr gut. Das hätte "Planetary Space Child" eventuell davor bewahrt, zu breiig zu werden.

Bewertung: 7/12

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