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0 Autor: Frederik Tebbe

13 Crowes - Young Poets

Young Poets

Gaslight Anthem sei Dank: Auch wenn die Band um Brian Fallon derzeit auf Eis liegt, muss man sich keine Sorgen machen, dass es zu einer Unterversorgung in Sachen Heartland-Punk kommen könnte.

Arliss Nancy, Coppersky, Abramowicz: Es gibt viele Bands, die stark vom Heartland-Rock Bruce Springsteens inspiriert sind und sich im Kielwasser von The Gaslight Anthem mit handgemachter Rockmusik mit Punk-Einschlag austoben. 13 Crowes reihen sich mit ihrem Debütalbum Young Poets in der Riege der Flanellhemden, Vollbärte und Springsteen-Jünger ein. Nach ihrer EP "The Dividing Line", mit der die Schotten aus Dumfries 2016 ihr Debüt auf dem jungen DIY-Label Homebound aus Trier gaben, folgt ein Jahr später das Album "Young Poets". Damit liefern sie anständige Kost, nicht mehr und nicht weniger, mit Songs, die mal mehr und mal weniger aus dem Gros des Genres hervorstechen können. Hervorzuheben ist dabei besonders das letzte Albumdrittel um Songs wie "Itʼs Alright Ma", das sich nach einem eher unscheinbaren Anlauf als Akustiksong noch zum wuchtig-emotionalen Marsch entwickelt, oder "Nobody Knows It", das im mitreißenden Chorus an Brian Fallons Nebenprojekt The Horrible Crowes erinnert – die ähnlichen Bandnamen sind trotzdem nicht mehr als Zufall. Drumherum sorgt Sänger Cammy Black mit staubiger Stimme für kleine Kanten. Jemand sollte mal eine Studie machen, wie viel Jameson durch die Kehlen von künftigen Punksängern geflossen ist, seit Chuck Ragan zum allgemeingültigen Vorbild des hemdsärmeligen Folk-Punks avancierte. 13 Crowes bringen das Genre keinen Zentimeter voran, stattdessen verdichten sie dessen Mittelfeld.

Bewertung: 6/12

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