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0 Autor: Conrad Pohlmann

65daysofstatic - No Man's Sky - Music For An Infinite Universe

No Man's Sky - Music For An Infinite Universe

Wie klingt das Weltall? Dieser Frage geht die NASA mit ihren Messgeräten schon in mehreren Missionen nach. Die Postrocker von 65daysofstatic liefern mit ihrem Soundtrack für das Videospiel "No Man’s Sky" dagegen einen spekulativen, aber enorm überzeugenden Erklärungsansatz.

Ein komplettes Universum, bestehend aus über 18 Trillionen Planeten mit jeweils eigener Flora und Fauna, kann man in dem für PC und PS4 erscheinenden Sci-Fi-Game "No Man’s Sky" bereisen und darin Handel treiben, fremdartige Lebensformen erforschen oder hoch technisierte Aliens bekämpfen. Je nach Spielsituation wird dabei eine musikalische Untermalung aus Fragmenten jener Songs und Soundscapes algorithmisch generiert, die 65daysofstatic unter dem Namen "No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe" als selbstständiges Album veröffentlichen. Darauf lässt das Quartett aus Sheffield komplett unterschiedliche Stimmungsfärbungen mit analogen und digitalen Klangerzeugern elegant ineinander fließen. Das brachial knarzende Synthie-Finale des klaustrophobischen Openers "Monolith" geht beispielsweise in die sanftmütige Tagträumerei "Supermoon" über, in der engelsgleiche Computerchöre über den vertrackten Rhythmen von Drummer Rob Jones schweben. Der unterfüttert auch das facettenreiche "End Of The World Sun", in dem The-Notwist-Geplucker aus einem diffusen Geräuschnebel heraustritt und schließlich von einer Gitarrenfigur abgelöst wird, die sich zu einer hymnischen Raserei steigert. Da sogar vor allem aus Rauschen bestehende Klangkulissen wie "Pillars Of Frost" eine eigenständige Atmosphäre erzeugen, ist den Engländern mit diesem Soundtrack ein würdiger Nachfolger ihres bisherigen Meisterstücks "Wild Light" gelungen.

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