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1 Autor: Christian Wiensgol

Blackout Problems - Holy

Holy

Drei Jahre nach ihrem Debüt positionieren sich die jungen Münchner neu und liefern den stimmigsten Mix aus Alternative Rock und Posthardcore der letzten Jahre.

Zugegeben, der Pop-Punk, den Blackout Problems 2012 auf Life spielten, war beliebig, aber längst nicht so schlecht, dass man ihn verschweigen müsste. Holy ist entgegen einiger Infos kein Debüt, sondern das Werk einer zwar jungen, aber erfahrenen und unverschämt talentierten Band. Und einer Band, die weiß, was sie will. Der Durchbruch ist vorprogrammiert und sei ihnen gegönnt, denn Holy macht alles richtig. Ab One, das als Intro fungiert und mit seinem atmosphärischen Spannungsaufbau so viel mehr ist, fahren Blackout Problems die großen Geschütze auf: Theatralik, Verzweiflung, alles oder nichts. Es geht ums große Ganze und die kleinen Teilchen. Um junge Menschen, die sich mit dem Tourleben und alten Freundschaften auseinandersetzen. Aber auch um junge Menschen, bei denen das offizielle Scheißjahr 2015 Spuren hinterlassen hat und die Veränderung anstreben. Sei es nur, in dem sie Lieder schreiben, die jeder mitschreien kann. Holy reiht nahtlos mitreißende Posthardcore-Hymnen aneinander, gibt das Mikro im richtigen Moment an Nathan Gray ab, verbeugt sich vor den Guten, wettert gegen die Schlechten und hält alles mit einem roten Faden zusammen, der sich auch stimmig durch Artwork und Videos zieht. Die Produktion orientiert sich am Livesound der Band statt ihn zusätzlich aufzublasen und lässt deutliche Worte und eingängige Melodien für sich sprechen. Nur einmal bedienen Blackout Problems sich der Worte anderer, machen aber auch hier alles richtig. Wer sonst zitiert Bruce Springsteen und Enter Shikari im selben Song?

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 10.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von Schmarrn Schmarrn 19.02.2016 | 09:40

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