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Black Tusk - Pillars Of Ash

Pillars Of Ash

Black Tusk drehen für ihren Sludge Metal weiter an der Misanthropie- und Wut-Schraube – und errichten ihrem verstorbenem Bassisten ein kleines Denkmal.

Gründungsmitglied Jonathan Athon starb Ende 2014 an den Folgen eines schweren Motorradunfalls. Das grimmige "Pillars Of Ash" könnte man als Reaktion darauf verstehen, die Aufnahmen zur Platte waren aber schon vor Athons Tod abgeschlossen – die vor über zehn Jahren gegründeten Black Tusk hatten bereits mit jedem ihrer vorherigen drei Alben die Crust- und Streetpunk-Einflüsse ihres Sludge Metals mehr betont, das neue Album verleiht dieser Entwicklung Nachdruck: Den Sound der Band regiert mittlerweile eine humorlose Ruppigkeit und Hardcore-Härte, die von den geradlinigen Arrangements und der monotonen Melodieführung noch unterstrichen wird. Kam das Trio bisher aus dem Schatten anderer aus Savannah, Georgia stammender Bands wie Baroness und Kylesa kaum heraus, hat sie nun ihre Nische als fieseste Savannah-Band gefunden. Black Tusk erreichen zwar noch nicht die Aggression von Crust-Kollegen wie Trap Them oder des mühlsteinartigen Stoner-Metal-Sturms von High On Fire – bei denen sie sich etwa für das Intro und Riffing des rasenden "Born Of Strife" etwas abgeschaut haben –, klingen aber durchweg kompromisslos und ungnädig. Kleine Einfälle sorgen dafür, dass der gleichförmige Sound spannend bleibt: die oft Tom-Araya-nahen Vocals von Gitarrist Andrew Fidler neben dem Hardcore-Gebell der anderen beiden Mitglieder, das lauernde Bass-Break in "Damned In The Ground", das akzentuierte Drumming von Black Tide oder der überraschende Punk-Metal-Kracher Punk Out. So zornig dürfen Black Tusk mit neuem Bassisten bleiben.

Bewertung: 8/12

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