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Rage Against The Machine - Live At Finsbury Park

Live At Finsbury Park

Toll fotografierter Auftritt von Rage Against The Machine, dessen lieblose Aufbereitung nach schnellem Geld riecht.

Jährlich grüßt das Murmeltier: Zwischen 2005 und 2008 steht in den UK-Charts an Weihnachten jeweils der Gewinner der aktuellen Staffel von The X-Factor auf Platz eins. Zu viel konfektionierter Pop für DJ Jon Morter. Der ruft deshalb 2009 online eine Aktion ins Leben, um zum Fest der Liebe "Killing In The Name" – seit 1992 die Hymne des zivilen Ungehorsams – auf Platz eins der Charts zu hieven. Morters Plan geht auf, der Song ist an Weihnachten auf Platz eins, und RATM lösen im Juni 2010 ihr Versprechen ein, ein kostenloses Konzert zu spielen, wenn die Aktion erfolgreich ist. Die Show, die mit einer ekstatisch gefeierten Version von "Killing In The Name" zu Ende geht, war bislang nur als Teil der Special Edition der Reissue "Rage Against The Machine XX" erhältlich. Der unspektakulär aber in brillant aufgelösten Bildern fotografierte Auftritt zeigt die Band ein knappes Jahr vor ihrem endgültigen Ende in großartiger Form. Jeder der elf Songs, zudem covern RATM "White Riot" von The Clash, verdeutlicht die große Kunst der Band: Sie sind die unangefochtenen Großmeister des Weglassens, jeder Song ist auf seine Essenz reduziert. Und trotzdem meint man, in der Chemie zwischen den Bandmitgliedern das nahe Ende bereits zu spüren. Wie wenig die Band selbst mit der Veröffentlichung zu tun hat, zeigt sich auch darin, dass keiner der vier Musiker sich vor der Kamera zum Konzert oder der damit verbundenen Aktion äußert. So hinterlässt diese DVD Wehmut und Ratlosigkeit darüber, warum man ihr nur zwei wenig erhellende Bonus Features spendiert hat.

Leserbewertung: 8.0/12

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