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0 Autor: Vivien Stellmach

Employed To Serve - Greyer Than You Remember

Greyer Than You Remember

Eine halbe Stunde Wut, Wucht und Wahnsinn: Employed To Serve entfachen auf ihrem Debüt ein hoffnungsloses Hardcore-Chaos, in dem sie sich selbst verlieren.

„Life is a total let down/ Brace yourself for the disappointment to come“, schreit Sänger Justin Jones im Opener "Life Without" und macht von Beginn an klar, dass auf "Greyer Than You Remember" nichts mehr gut wird. Employed To Serve konfrontieren den Hörer mit zerstörerischem Hardcore in Songs wie "Watching Films To Forget I Exist", "Threads" und "Bones To Break", die nach innerer Zerrissenheit, verzweifelter Wut und kompromissloser Brutalität klingen. Entsprechend mutlos und gebrochen schreit Jones gegen den gewaltigen, manchmal chaotischen Genremix aus Posthardcore, Screamo und Postrock an. Die Band prescht im Schweinsgalopp nach vorne, setzt dabei auf wuchtige Breakdowns und schwere, melodische Riffs, die einem zerstörerischen Alptraum gleichen, aus dem es kein Entkommen gibt. Das ist auf Dauer enorm anstrengend, weil man völlig überfordert wird durch die düsteren und martialischen Bilder, die dabei zwangsläufig den Kopf fluten. Erst im abschließenden "As Cold As The Rest" gönnen Employed To Serve dem Hörer eine kurze Verschnaufpause: In beklemmender Atmosphäre philosophiert eine Frauenstimme über die Natur und das Leben, während bedrohlich klingender Regen einsetzt und immer stärker wird. „Remember, no one has the answers“, warnt die Stimme wieder und wieder, bis die Band zum letzten Schlag ausholt und Jones zu schreien und zu fauchen beginnt: „There’s truth in the words you speak/ But that doesn’t mean you know it all/ You think I should leave/ But this world created me“. Was für ein Abschluss.

Bewertung: 7/12

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