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Weedeater - Goliathan

Goliathan

Die Band mit dem Typen, der sich im Drogenrausch aus Versehen den großen Zeh mit einer Schrotflinte abgeschossen hat, ist zurück: Sludge’n’Stoner für Leute mit Humor.

Man könnte meinen, man hätte die falsche Platte aufgelegt, wird "Goliathan" doch mit einer süßlichen Mellotron-Melodie eingeläutet. Aber plötzlich ist da Dixie Dave Collins und säuselt ins Mikro: „I really hate your face/ I hate the things you do/ I know you don’t like me/ I’m coming after you”. Es handelt sich also doch um Weedeater – und um den typischen Humor von Dixie, dem alten Trunkenbold mit dem ausgeprägten Faible für Marihuana. Nachdem "Season Of Mist" kürzlich drei ältere Weedeater-Alben – darunter auch das 14 Jahre alte Debüt "…And Justice For Y’All" – wiederveröffentlicht haben, bringen sie nun mit "Goliathan" auch das fünfte Album der Band raus. Eigentlich gibt es keinen Grund, sich zu beschweren. Über weite Strecken ist es das, was man von der Band will und erwartet. Satt dröhnender, niemals überhasteter Stoner-Sludge-Rock mit Dixies eitriger Hassprediger-Stimme. Aber dann wäre da das „Eigentlich“, das sich auch schon auf dem Vorgänger "Jason The Dragon" bemerkbar machte. Anstatt wenigstens eine halbe Stunde „normaler“ Songs zu veröffentlichen, gibt es – neben dem noch ganz lustigen Intro – mit "Battered & Fried" wieder eine im Suff entstandene Bluegrass-Nummer, während in Reprise eine vorangegangene Nummer ein- und ausgefadet wird, um dann im Flanger-Effekt-Geknispel "Benaddiction" zu enden. Das ist schade, wenn es die Platte auch manchmal aus ihrer wummernden Eintönigkeit hievt. Immerhin verleiht das tolle Artwork von Arik Roper (Sleep, High On Fire) der Platte einen Bonuspunkt.

Bewertung: 7/12

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