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0 Autor: Jens Mayer

Art Of Anarchy - Art Of Anarchy

Art Of Anarchy

Scott Weiland, Bumblefoot, John Moyer und das Brüderpaar Vince und Jon Motta fügen mit diesem Album dem langen Kapitel „Rock-Supergroup“ höchstens eine Fußnote hinzu.

Dem Bandnamen wird in diesem Line-Up höchstens Sänger Scott Weiland gerecht, der sich nach den Aufnahmen von der Band distanzierte, als ihm klar wurde, dass die Ambitionen der restlichen Mitglieder über die einer reinen Studioband hinausgehen. Da verwies der unberechenbare Weiland seine Fans lieber auf sein jüngstes Album "Blaster", das er mit den Wildabouts aufgenommen hat. Der Rest von Art Of Anarchy muss sich also einen neuen Sänger suchen, bevor man auch nur einmal gemeinsam aufgetreten wäre. Nun ist es nicht so, dass Art Of Anarchy so grottenschlecht geworden ist, dass man sich aus künstlerischer Sicht davon distanzieren müsste. Die Liste der Mitwirkenden deutet an, dass hier zeitgemäße (Alternative-)Rockmusik – ja, genau – abgeliefert wird. Das darf man aber auch erwarten, wenn neben Weiland noch Disturbed-Bassist John Moyer und Guns N’Roses-Gitarrist Bumblefoot dabei sind. Die meisten Stücke haben dabei aber nicht mehr zu bieten als Rock-Standards. Manche Passagen erinnern frappierend an Rockhits der letzten 25 Jahre, aber vielleicht soll man das als liebevolle Hommage verstehen. Es gibt sie aber durchaus, die anständigen Stücke, "Get On Down" ist zum Beispiel eine ordentliche Powerballade, "Death Of It" ein wirkungsvoller „Arme gen Himmel“-Radiohit und das abschließende "The Drift" würde sich sogar auf jedem Album, das Weiland jemals aufgenommen hat, gut halten. Dazwischen gibt es aber viel zu viel wenig Originäres und auch wirklich Schauderhaftes (Superstar!).

Bewertung: 6/12

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