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0 Autor: Frederik Tebbe

Good Riddance - Peace In Our Time

Peace In Our Time

Mit der alten Garde ist nach wie vor zu rechnen – Good Riddance zeigen den ganzen übermütigen Sturmdrängern da draußen wie Punkrock geht.

Dass Russ Rankin es noch kann, hat er bereits letztes Jahr mit seiner Band Only Crime bewiesen. "Pursuance" war das Statement, dass im Fat-Wreck-Punk der frühen 00er (auch wenn die Band 2014 auf Rise veröffentlicht hat) noch ein Feuer brennt. Und warum sollte, was mit Only Crime klappt, nicht auch mit Rankins Hauptband Good Riddance klappen? Die legen nach acht Jahren ein neues Album namens "Peace In Our Time" vor, und dass darauf von Frieden keine Rede ist, wird hoffentlich allen klar sein. Stattdessen rumpelt Good Riddances Punkrock alter Schule herrlich und packt da an, wo er anpacken muss: Im Nacken, im Schritt, in den Füßen und im Herzen. Das Beste an "Peace In Our Time" hat mit Sentimentalität zu tun. Nicht, weil es das erste Lebenszeichen der Band seit einer Ewigkeit ist, sondern weil es so klingt, als wäre es vor acht Jahren geschrieben und veröffentlicht worden. Oldschool-Punkrock mit Hardcore-Kante, der nie länger als zwei Minuten braucht und Fans von Bad Religion, All, Descendents, Nofx und Lagwagon auf Knopfdruck zum Wohnzimmerpogo verleitet – ohne großes Sologeplänkel, allein auf ein paar gute Punkrockakkorde und Rankins wütende aber charmante Kehle vertrauend. Die liefert die Szenehits zum Sommer, wenn sie in den Hooks von "Grace And Virtue", "Washed Away" und "Take It To The Heart" kleine, hartnäckige Ohrwürmer züchtet. Über all dem feierlich-hymnischen Punkrock vergessen Good Riddance aber nicht ihre Hardcore-Wurzeln und holzen beispielsweise in "Dry Season" ordentlich drauf los. Wiederbelebung geglückt!

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 8.0/12

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