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0 Autor: Matthias Möde

Coliseum - Anxiety's Kiss

Anxiety's Kiss

Auf ihrem neuem Label Deathwish tragen Coliseum ihren Punk-Noiserock-Sound erneut ein Stück weiter – ohne Kurt Ballou.

Auch wenn Ballou als Produzent an zahlreichen Deathwish-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre und 2007 auch an Coliseums Album "No Salvation" beteiligt war, bleibt die Band um Frontmann Ryan Patterson Posthardcore-Altmeister J. Robbins treu, der auch ihre beiden letzten Platten produziert hat: "Sister Faith" (2013) und "House With A Curse" (2010). Bei Deathwish hatten Coliseum 2009 zudem die krachige Single "True Quiet" veröffentlicht, im letzten Jahr erschien dort außerdem die Neuauflage ihres Debüts "Coliseum" (2004). Die aktuelle Zusammenarbeit mit Deathwish und Produzent Robbins (Jawbox, Burning Airlines, Channels) fällt trotzdem anders aus, als man es aktuell von einer Deathwish-Platte erwartet: Coliseum klingen auf "Anxiety’s Kiss" nach dem Gegenteil von aggressivem, kompliziertem Hardcore. Die Gitarren halten sich auffallend zurück, oft ist es nur die Stimme von Frontmann Ryan Patterson, die nach Schmutz und Krach klingt. Songs wie "Sharp Fangs", "Pale Flash" und das melodiöse "Sunlight In A Snowstorm" baden im Postpunk, der schon auf "Sister Faith" eine tragende Rolle spielte; "We Are The Water" klingt nach 80er-Jahre-Danko-Jones, der sich gewohnt großspurig auf den Refrain zu rifft, und in "Driver At Dusk" tappt Patterson vier Minuten durch minimalistisch instrumentierten Nebel. Mit seinem Faust-in-die-Luft-Refrain ist "Drums & Amplifiers" das passende Gegenteil dazu, dank schroffer Gitarren und erzürntem Bass ist "Course Correction" dagegen geradezu typisch für Coliseum, die sich nicht auf irgendwelche Wurzeln festnageln lassen wollen, aber stets überzeugen.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.0/12

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