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0 Autor: Stefan Reuter

Coal Chamber - Rivals

Rivals

Nach 13 Jahren wagen Coal Chamber mit einem neuen Album tatsächlich ein richtiges Comeback. Sollte darauf wirklich jemand gewartet haben, wird er sich mit dem Ergebnis leicht anfreunden können.

2003 gingen Coal Chamber öffentlich und ziemlich unschön auseinander. Während sich Dez Fafara mit Devildriver in noch härtere Gefilde wagte, war von Gitarrist Meegs Rascon, Schlagzeuger Bug Cox und Bassistin Nadja Peulen kaum etwas zu hören. Vor drei Jahren gab die Band wieder ein erstes gemeinsames Konzert. Schon damals war nicht so ganz klar, warum eigentlich. Zumindest scheint es so, als habe man sich ausgesprochen und die verloren gegangene Chemie wiederentdeckt. Wenn "Rivals" etwas ausstrahlt, dann ist es Spielfreude: Rascons Riffs sind im lautmalerischen Sinne crunchy, Cox und Peulen liefern ein stampfendes Rhythmusgerüst und Fafara vereint in seinem Gesang die verschiedensten Härtegrade psychischer Störungen. Es gibt durchgehend direkt auf die Zwölf, die ungeschönte Produktion trägt das ihre dazu bei. Der Titel des Albums steht laut Aussage der Band übrigens nicht für bestehende interne Spannungen, Fafara hat trotzdem mit einigen Leuten noch eine Rechnung offen und teilt dementsprechend aus; "The Bridges You Burn" („Watching you walk/ May the bridges you burn light your way/ Into oblivion“) und der Opener "I.O.U. Nothing" sprechen Bände. Was Coal Chamber hier machen, machen sie nicht schlechter als etwa Korn. "Suffer In Silence" und "Another Nail In The Coffin" sind gute New- und Groove-Metal-Songs, dabei aber zu fad für die Allgemeinheit. Wer ausschließlich Wert darauf legt, dass es knallt wie früher, wird sich daran kaum stören.

Bewertung: 6/12

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