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Silverstein - I Am Alive In Everything I Touch

I Am Alive In Everything I Touch

Impericon-Jünger, aufgemerkt! Hier kommt eine frische Fuhre Wut und Weltschmerz für Menschen mit tintengetränkter Haut, Piercings im Gesicht und pechgeschwärztem Seitenscheitel.

Nicht nur dieser Zielgruppe dürfte vor allem Silversteins Szeneklassiker "Discovering The Waterfront" in guter Erinnerung geblieben sein. Seit dessen Release vor zehn Jahren sind beim Quintett aus der kanadischen Provinz Ontario nicht nur die Bäuche dicker geworden, sondern vor allem die Produktion. Die steht den Labelkollegen von Hot Water Music und Evergreen Terrace auf "I Am Alive In Everything I Touch" passabel, solange sie sich in den Strophen von Songs wie "Buried At Sea" oder "Milestone" darauf konzentrieren, wutschnaubend, aber dennoch fingerfertig Metalcore zu spielen. Doch sobald Silverstein zur großen Geste ausholen und Frontmann Shane Told obendrein vom passionierten Gebrüll zum pathosgeschwängerten Gesang wechselt, greifen sie leider mit Inbrunst in den Schmalztopf. Das gilt ganz besonders für das finale "Toronto (Unabridged)": Über einem Fundament aus Akustikgitarre und unzähligen Streichern spannt Told affektierte Melodiebögen, in denen Vokale härter überdehnt werden als Ohrläppchen durch Flesh Tunnel. Darüber hinaus gibt er auch noch permanent peinliche Pennälerlyrik von sich. Bei "In The Dark" intoniert er etwa „Does it matter if the sun ever comes back up?/ In the dark, when I close my eyes I see you somehow/ I’ve never felt more alone and it brings me down”. In Anbetracht dieser bahnbrechenden Erkenntnisse möchte man Told eine seiner eigenen Zeilen entgegen schleudern: „Replaying every line you said, and thinking/ Why can’t I just forget it”.

Bewertung: 5/12

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