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0 Autor: Jens Mayer

Ozzy Osbourne - Memoirs Of A Madman

Memoirs Of A Madman

Neben der gleichnamigen CD-Edition, auf der „die 17 größten Hitsingles“ von Ozzy Osbournes Solokarriere zusammengefasst sind, erscheint die Doppel-DVD, die auch die entsprechenden Videoclip-Äquivalente sowie seltene Live-Aufnahmen und Interviewschnipsel aus drei Jahrzehnten präsentiert.

Das ist zum einen natürlich bemerkenswert, weil man anhand dieser chronologischen Aufarbeitung die Verwandlung des Black Sabbath-Sängers vor Augen gehalten bekommt: vom verrückt-aufgedrehten (und drogenabhängigen) Hedonisten zur traurig-schlaffen Gestalt, deren Sätze man nur mit Anstrengung verstehen kann. Abseits dieser tragischen Ebene ist es aber auch aus Mode- und Popkultursicht besonders interessant, die sagenhaft unwahrscheinlichen Bühnenoutfits der frühen und die „Dauerwelle mit Strähnchen“-Frisuren der späten 80er Jahre noch einmal in Aktion zu sehen. Es ist gleichzeitig auch eine Reise durch die Ästhetik der Musikvideos der vergangenen 30 Jahre. Besonders die Clips zu "Bark At The Moon" und "So Tired" lassen einen ein bisschen wehmütig werden, dass die liebevoll ausgestatteten Kurzfilme der Frühzeit später schnittiger MTV-Ästhetik weichen mussten. Doch wie seine Songs sind Ozzys Videos (inklusive zwei neuerer Making-ofs) auch ein Indikator für die jeweiligen Trends der Rock- und Metalwelt. Die gesammelten Live-Aufnahmen, besonders die frühen, haben hinsichtlich Ton- und Bildqualität häufig nur besseres Youtube-Niveau, aber schließlich reden wir hier von Zeitdokumenten, die aus ganz anderen Gründen spannend anzuschauen sind. Beispielsweise das kurze TV-Statement des traumatisieren Ozzy nach dem Verlust von Gitarrist Randy Rhoads im Jahr 1982.

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