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1 Autor: Frederik Tebbe

Iron Chic - The Constant One

The Constant One
  • VÖ: 08.11.2013
  • Label: Bridge Nine/Soulfood
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 248

Wie macht man weiter, wenn man wie Iron Chic mit "Not Like This" eines der vorzeigbarsten Punkrock-Alben des Jahres 2010 veröffentlicht hat? Möglichst genau so wie bisher.

Doch womöglich steht ihr zweites Album "The Constant One" gerade dadurch im Schatten des großen Bruders, der mit all seinen großen Hymnen wie "Every Town Has An Elm Street", "Timecop" oder "Cutesy Monster Man" für so viel Schweiß und Freude gesorgt hat, dass man nicht umhin kann, das Album direkt am Vorgänger zu messen. Und gerade das könnte auf den ersten Blick zu einem kleinen Fluch anstatt eines Segens werden. Die große Hit-Dichte mag sich hier von vorneherein nicht so recht erschließen, da die offensichtlichen feierlichen Momente wie die Bridge des damaligen "Time Keeps On Slipping..." leider fehlen. Iron Chic sind aber auch sicherlich nicht die Band, die wegen großen Erwartungshaltungen nachts nicht schlafen kann, sondern eine, die einfach einen Song nach dem nächsten schreibt. Dementsprechend sollte man sich erst einmal frei machen von den geschürten Erwartungen des Vorgängers – dann macht "The Constant One" seinen Job auch gut. Schließlich stecken immer noch Iron Chic hinter den elf neuen Songs, die sofort ins Ohr gehen und mitreißen. "Don't Drive Angry", "Wolf Dix Rd.", "Bogus Journey" oder "Whatever Happened To The Man Of Tomorrow?" sind ideale Beweisstücke dafür, wie frisch und schnörkellos man Punkrock auch 2013 noch spielen kann, ohne abgenutzt oder verkopft zu klingen. Nach wie vor stehen Iron Chic für cleveres, ausgefeiltes, zuweilen melancholisches Songwriting und bilden eine der Speerspitzen des zeitgenössischen Punkrocks. Sollte man auf dem Schirm haben – und möglichst nie aus den Augen verlieren.

Leserbewertung: 9.7/12

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Kommentare (1)

Avatar von OneFingerSalute OneFingerSalute 10.11.2013 | 22:30

Nicht so stark wie Not Like This, aber trotzdem auf jeden Fall hörenswert und eins der besten Punkrock-Alben des Jahres.

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