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0 Autor: Frederik Tebbe

Face To Face - Three Chords And A Half Truth

Three Chords And A Half Truth

Irgendwann wird jeder mal britisch. Auch Face To Face scheinen in jüngster Vergangenheit ein paar Mal öfter nach The Clash in der Plattenkiste gekramt zu haben. "Three Chords And A Half Truth" steht das ausgesprochen gut.

Dass das so ist, beweist "123 Drop" direkt zu Beginn, und dessen Ansage ist klar und deutlich: Face To Face sind wieder da. Das zweite Album aus dem zweiten Leben der Punk-Legenden, wenn man so will. Darauf lassen Face To Face die Sonne in den Straßen Londons scheinen und gucken Bier trinkend den Kids beim Skateboarden zu. Der Gemütsgrad der neuen Songs pendelt dementsprechend irgendwo zwischen melancholischem Sonnenuntergangs-Punkrock der Marke "Smokestacks And Skyscrapers" oder "Jinx Proof" und dem unbeschwerten Geradeausrock von "Right As Rain". Generell zieht sich durch "Three Chords And A Half Truth" jedoch ein schnodderiger Vibe, der Face To Face mit Stakkato-Gitarren-Songs wie "First Step, Misstep" ausgesprochen locker macht. Vor allem "Marked Men" wird derart gelassen aus der Hüfte gerotzt, dass eigentlich Sonnenstrahlen aus der Anlage schießen müssten. Über all dem thront nach wie vor völlig erhaben die Stimme von Trever Keith. Er ist es, der der ganzen Sache Authentizität verleiht und den Hörer durch die zwölf neuen Songs scheucht. Klar, ein zweites "Disconnected" gibt es hier nicht zu hören, aber hat das ernsthaft jemand erwartet? Ihr neues Sound-Outfit steht Face To Face trotzdem ausgezeichnet. Denn spätestens bei Refrains wie dem von "Paper Tigers With Teeth" reckt sich die Faust völlig unterbewusst und wie selbstverständlich gen Himmel. Man ist Face To Face eben doch irgendwie ausgeliefert.

Bewertung: 8/12

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