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0 Autor: Jens Mayer

Devildriver - Winter Kills

Winter Kills

Die kalifornische „Metal-Groove-Maschine“ läuft wie geschmiert. Devildriver setzen sich mit Technik und Rhythmus zwischen Metalcore- und Thrash-Metal-Stühle.

Alle zwei Jahre ein neues Album. Um die Arbeitsmoral von Dez Fafara und seiner Band muss man sich auch nach zehn Jahren keine Sorgen machen. Dass der Mann auch weiter am Puls der Zeit bleibt ist dabei anscheinend seiner engen Verbindung zu seinen Söhnen zu verdanken – und so ist die Coverversion des Awolnation-Songs "Sail" nicht nur eine Überraschung, sondern vor allem ziemlich gelungen. Aber von Anfang an: Devildriver sind keine Styler. Auch dieses Mal zeugt das Coverartwork von einer soliden Schlichtheit mit eindeutiger Totenkopf-Symbolik. Wenn dann noch einer der Albumhits vollbrünstig zur Doublebass-Attacke „Desperate times call for desperate measures“ skandiert, haben all jene Pfiffikusse doch schon wieder ihren Aufhänger, die Klarheit mit Stumpfheit verwechseln. Greift ja auch im Metal um sich, die Intellektualisierung der Texte, wie man zuletzt in den Kritiken zum aktuellen Megadeth-Album lesen durfte: Es gehe beispielsweise „gar nicht“ die Worte „fire“ auf „desire“ zu reimen, obwohl das doch offensichtlich ziemlich gut geht. Auch Devildriver wissen, was ziemlich gut geht und wissen dies ebenso effektiv einzusetzen. Aber sie schreiben auf ihrer technisch über jeden Zweifel erhabenen und vom kalifornisch-coolen Groove getriebenen Basis eben auch ordentliche Songs. Klar, die funktionieren nach einem eindeutigen Prinzip – aber sie funktionieren. So läuft das bei Genre-Platten, und Devildriver müssen es wissen, schließlich bewegen sie sich in ihrem selbst erschaffenen.

Metalcore New Metal Thrash Metal

Weiter hören: Slipknot
"All Hope Is Gone"

Soulfly
"Enslaved"

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 8.0/12

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