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0 Autor: Matthias Möde

INVSN - INVSN

INVSN

Dennis Lyxzéns Postpunk-Band Invsn gibt es im Grunde schon seit über einem Jahrzehnt, "Invsn" klingt und wirkt trotzdem so frisch wie ihr Debüt.

Das liegt unter anderem daran, dass die Band zum ersten Mal auf Englisch singt und zum ersten Mal unter dem Namen Invsn auftritt, der so ausgesprochen wird, wie der Name, den sie bis zuletzt trug: Invasionen. Zwei Singles, eine EP und zwei Alben veröffentlichte die Band in ihrer Heimat Schweden, bevor sie sich dazu entschied, mit weniger Buchstaben auf die internationale Bühne zu treten. Angefangen hatte alles schon Ende der 90er Jahre, als Lyxzén, Frontmann von Refused und The (International) Noise Conspiracy, 1999 als The Lost Patrol "Songs In The Key Of Resistance" veröffentlichte. Sein Soloprojekt wuchs zur (The Lost Patrol) Band, die ihren Namen Anfang 2008 aus rechtlichen Gründen ändern musste. Damit einher ging der Wandel vom Powerpop-Punk zum Postpunk, den die Band auf "Invsn" erstmals mit englischen Texten voll auslebt. Die zehn Songs haben eine kalte Hülle aus Synthie- und Industrial-Klängen, die schwer an die 80er-Jahre, an The Cure und Joy Division erinnern. Im Inneren schlägt aber das romantischrevolutionäre Noise-Conspiracy-Herz Lyxzéns, der stimmlich oft tiefer ansetzt, gegen all die Kälte aber auch seinen melodischen Gesang stellt. Die Texte fallen melancholisch bis niederschlagend aus: „The same old promise/ The same old lies that I despise“, heißt es in "The Promise". Die Wir-(hier-unten)-gegen-Die-(da-oben)-Thematik zieht sich – oft aus einem jugendlichen Blickwinkel – fast durch das komplette Album. Wenn Lyxzén in "Our Blood" hallend schreit, sind Invsn nah an einer Postpunk-Version der Noise Conspiracy – und das steht ihnen richtig gut.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 11.0/12

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