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0 Autor: Sascha Krüger

Rob Moir - Places To Die

Places To Die

An sich gibt es inzwischen genug Rock-basierte Singer/Songwriter. Der Kanadier Rob Moir findet noch eine Nische: Zwischen Frank Turner, Chuck Ragan und Bruce Springsteen.

So ein richtiger Selfmade-Typ ist dieser Rob Moir aus Toronto: Ist erst mal zwei Jahre durch die Gegend getourt, mit nicht mehr als einer EP im Gepäck. Hat so ziemlich überall gespielt, wo ein Mikro rumstand. Hat in der Zeit einen Haufen Songs geschrieben. Und nun die besten davon für sein Debütalbum ausgewählt. Neben einigen anderen Merkmalen wie stimmigem, geschmackvollem Songwriting, einer gesunden Mixtur aus Rock und Singer/Songwriter oder einem lässig aus der Hüfte geschossenen Drive in der Rhythmik drängt sich vor allem eines auf: seine unbedingte Authentizität. Man glaubt Moir jeden Akkord, jede lakonisch und doch druckvoll heraus gesungene Textzeile, jeden der vielen höchst stimmigen Gitarre-Bass-Schlagzeug-Momente. Dabei ist es gleich, ob er gerade eine verschluffte Akustik-Ballade singt (Cold) oder einen schiebenden Rocker auspackt (Goodnight/Sleeptight): Das klingt alles höchst direkt, warm und aufrichtig, so dass man es einfach mögen muss. Etwas reiben kann man sich nur an seiner Stimme: Wirklich schön ist sie nicht, eher ausdrucksstark, auch dank der direkten Unmittelbarkeit ohne jeden Hall oder Effekt, mit der sie auf Tape gebannt wurde. So wird dieses Debüt zu einem, das man jedem ans Herz legen kann, der zeitgenössisch intonierte US-Musiktradition zu schätzen weiß. Denn nichts daran ist neu, bis auf die behutsam komponierten Songs natürlich – aber alles, was da ist, überzeugt. Kein Muss also, diese Platte zu besitzen, aber sicher auch alles andere als ein Fehler.

Folkrock
Singer-Songwriter

Für Fans von:
Kristofer Aström
"Sinkadus"

Chuck Ragan
"Covering Ground"

Bewertung: 8/12

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