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Valient Thorr - Our Own Masters

Our Own Masters

Räudig und komplex zugleich: Valient Thorr geizen nicht mit Energie.

Wenn man aus dem erzkonservativen, fest im Bible Belt verankerten North Carolina kommt, ist es wohl das Beste, so wenig wie möglich daheim zu sein. Valient Thorr spielen rund 250 Shows im Jahr, unter anderem waren sie wiederholt mit Motörhead und Mastodon auf Tour. In beiden Fällen dürften sie bestens angekommen sein, verbinden sie doch das ungezügelte, räudige Geschrote früher Lemmy-Kilmister-Songs mit dem hyperventilierenden Prog-Core von Mastodon zu "Leviathan"-Zeiten. Dabei bleibt es allerdings nicht. Ebenfalls aus diesem Brocken herauszuhören sind früher US-Crossover wie bei D.R.I. oder C.O.C., die Überdrehtheit von The Stooges und MC5, Turbonegro-Energie und Thin-Lizzy-Gitarrenharmonien. Insgesamt also „good friendly violent fun“, mit dem sich Zusammenschnitte von Skate-Unfällen musikalisch einwandfrei unterlegen ließen. Dass nicht alle Songs zünden, der eine oder andere Chorus besser herausgearbeitet sein könnte und Valient Himself kein Gesangsgott ist – komplett geschenkt. Valient Thorr sind Überzeugungstäter, sie kommen über den Kampf zum Spiel, besingen nicht nur "Nervous Energy", sondern verbreiten sie auch und schaffen es im letzten Song "Call Of The Dogs", auf wundersame Weise "No One Knows" von den Queens Of The Stone Age mit AC/DC und Thin-Lizzy-Twin-Guitars zu verbinden und durch die Clutch-Schule zu schicken. Ähnlich wie Kvelertak haben Valient Thorr das Potential zu einer Konsensband für alle Freunde harter Musik. Bei aller Vielfalt der Einflüsse klingen sie nie heterogen oder konstruiert.

Bewertung: 8/12

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