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0 Autor: Karsten Köhler

The Ocean - Pelagial

Pelagial

"Pelagial" ist beklemmend, es nimmt den Hörer mit auf einer Reise in die tiefen des Ozeans, dorthin, wo kein Sonnenstrahl mehr ankommt. Wer hätte gedacht, dass so ein langsamer Prog-Metal-Tod Spaß machen kann?

Robin Staps, der Kopf von The Ocean, nimmt sich nicht gerade leichte Themen vor. Um das festzustellen, reicht ein Blick auf die Vorgänger von "Pelagial": Das Album "Precambrium" widmet sich dem gleichnamigen Zeitabschnitt der Erdgeschichte. "Heliocentric" und "Anthropocentric" beschäftigen sich kritisch mit dem Christentum – und nun ein Album zum "Pelagial". Fünf pelagische Schichten gibt es im Meer, und durch die bewegt sich das Album. Es beginnt verhältnismäßig klar und hell an der Wasseroberfläche und endet in einer Dunkelheit auf dem Meeresboden, die niemand im echten Leben ernsthaft erleben möchte. Als würde ein Konzept nicht reichen, gibt es zwei: Sänger Loïc Rossetti singt eine Geschichte, die an den Film "Stalker" von Andrey Tarkovsky angelehnt ist. Darin reisen drei Männer in eine Zone, in deren Mitte Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Je näher die Männer diesem Zentrum kommen, umso unsicherer sind sie, was sie wollen. Auf "Pelagial" ist dieser mysteriöse Ort der tiefste Punkt im Ozean. Zwei Konzepte also, die nicht viel Raum für Kreativität zu lassen scheinen und vor allem nicht für musikalischen Spielraum. The Ocean beweisen das Gegenteil.

Die komplette Rezension gibt es in VISIONS Nr. 242. Ab dem 24. April überall erhältlich, wo es Zeitschriften gibt.

Leserbewertung: 11.0/12

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