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0 Autor: Frederik Tebbe

The Transplants - In A Warzone

In A Warzone

Transplants sind zurück und riskieren den Crossover-Spagat zwischen zu vielen Köchen und richtiger Mischung. Was sagt uns das im Jahr 2013 noch?

Schauen wir uns das mal ganz nüchtern aus der Ferne an: "In A Warzone" ist das Reunion-Album einer Band, die aus Tim Armstrong (Rancid), Travis Barker (Blink-182) und „Skinhead Rob“ Aston besteht und deren Relevanz man mittlerweile anzweifeln kann. Man erinnert sich irritiert an ihren kruden Mix aus Punkrock, HipHop, Reggae und Drum’n’Bass auf den letzten beiden Alben. Man kann die Rückkehr von Transplants natürlich auch diplomatisch sehen: Fans werden von "In A Warzone" nicht enttäuscht. Ist das nun ein Qualitätsmerkmal? Ihren kunterbunten Stilmix feuert die Band jedenfalls auch auf ihrem dritten Album ab. Insbesondere Songs wie das Titelstück, "Something’s Different" und "It’s A Problem" bereiten da besondere Bauchschmerzen. Grundsätzlich ist es ja immer schön, Armstrongs lässiges Gebelle zu hören. Und über Barkers handwerklich perfektes und ambitioniertes Schlagzeugspiel muss man nun wirklich kein Wort mehr verlieren. Aber über die Daseinsberechtigung der Rap-Parts von Aston lässt sich streiten. Auf In A Warzone sind sie rar gesät, stoßen einem aber doch übel auf. Leider klingen auch die Punkrock-Songs auf "In A Warzone" nur wie bessere Rancid-B-Seiten, auch wenn "Back To You" viel Spaß macht. Alles andere wirkt befremdlich. Im Grunde scheitern Transplants an sich selbst und an den wahllos zusammen gewürfelten Genreversatzstücken, mit denen sie um sich schmeißen. "In A Warzone" gelingt keine gerade, keine klare Linie, der ein gut gewillter Hörer folgen kann. Viel hilft eben nicht immer viel.

Bewertung: 6/12

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