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Killswitch Engage - Disarm The Descent

Disarm The Descent

Jesse Leach, der Sänger der ersten beiden Alben, schreit wieder für Killswitch Engage. Sonst hat sich kaum etwas geändert: Die Band spielt glattpolierten, nicht ganz ernstzunehmenden Metalcore.

Ob Killswitch Engage einfach nicht die besten Texter sind oder Leach seine Zeilen mit einer gewissen Ironie singt, das lässt sich hier nicht klären. Besonders anspruchsvoll sind die Songtexte jedenfalls nicht: „I’d rather die than live my life in fear“, schreit er in "New Awakening", in der unvermeidlichen Ballade singt er „I’m with you, always/ From the darkness of the night to the morning/ I’m with you always/ From life until death takes me.“ Es kann also nur um die Frage gehen, wie gut das sechste Killswitch-Engage-Album "Disarm" musikalisch ist, und da macht die Band eine bessere Figur. Das Erfolgsrezept besteht noch immer darin, besonders fies klingende Passagen mit melodischen abzuwechseln. Im Opener "The Hell In Me" läuft das so, dass die Band mit Death-Metal-Härte und technischen Blastbeats loslegt und sich dann etwas zurücknimmt, wenn Leach melodisch singt. Dazu kommen meist die Killswitch-Engage-typischen Power-Metal-Gitarren und Solos, von denen jedes technisch gut ist, aber kaum Erinnerungswert hat. Songs, die anfangs wirken, als würden sie aus diesem Schema ausbrechen, tun es dann doch nicht. "New Awakening" ist so einer, der vielschichtig und düster beginnt und bei dem viel Potential verloren geht, wenn er doch wieder ins Melodische kippt. Killswitch Engage machen auf "Disarm The Descent" also dasselbe wie auf den Alben davor: soliden, unbeschwerten Gute-Laune-Metalcore mit Gute-Laune-Gitarrensolos. Dass sich außer der verbesserten Produktion nichts geändert, ist das Enttäuschende daran.

Bewertung: 7/12

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