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Darkthrone - The Underground Resistance

The Underground Resistance

Die einstigen Black-Metal-Miterfinder sind 27 Jahre nach ihrer Gründung in der Hochzeit des 80er-Metal angekommen. Zumindest irgendwie.

Fenriz ist wahrscheinlich pedantisch genug, um wie aus der Pistole geschossen zu sagen, das wievielte Darkthrone-Album "The Underground Resistance" genau ist. Andere Menschen müssen noch mal nachzählen. Das 15. seit 1991 wäre die korrekte Antwort, die ersten vier Demos nicht mitgezählt. Für die gar nicht mehr so blackmetallische Black-Metal-Band, bestehend aus Gitarrist/Bassist/Sänger Nocturno Culto und Schlagzeuger/Sänger Fenriz, ist Darkthrone nicht nur Lebensaufgabe, Beruf und Zeitvertreib, sondern vor allem auch: Leidenschaft. Die Diskografie der Band gleicht einer frostigen bis augenzwinkernden Reise durch die zahlreichen Traditionen des Metal. Und nachdem die beiden auf den letzten vier Alben ihrem Metal vor allen Dingen einen punkig-schepprigen Anstrich verpasst haben, suchen sie nun ihr Heil im Opus. Sechs Songs in 42 Minuten sind es geworden, wobei das Ende besonders dick ist. "Leave No Cross Unturned" ist grandioser Chugga-Chugga-Metal mit Eierkneifer-Vocals und Schweinsgalopp, mit Berg- und Talfahrten und was man halt sonst noch in fast 14 Minuten unterbringen kann. Derart ausgefeilte Eskapaden schreiben die beiden Spezis natürlich nicht mal eben so. An dem Album arbeiteten sie von Frühling 2010 bis Sommer 2012, weshalb die Songs wahrscheinlich auch weniger rudimentär als üblich sind und – für Darkthrone-Verhältnisse – durchaus breit klingen. Es macht Spaß, den beiden beim Sich-Austoben zuzuhören, wie sie all den Metal von 1984 bis 1987 in ihre Songs quetschen, bis krude Hymnen daraus werden.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 7.5/12

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