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The Datsuns - Death Rattle Boogie

Death Rattle Boogie

Einst gehypt, heute vergessen. Zu unrecht, denn der Rock’n’Roll der Datsuns ist wesentlich besser als sein Ruf.

Im Strokes-Garagenrock-Hype hatten The Datsuns 2002 ihre 15 Minuten Aufmerksamkeit. Für das zweite Album interessierte sich schon niemand mehr. Schade, denn erst auf dem dritten, "Smoke & Mirrors" von 2006, spielte sich die Band frei. "Death Rattle Boogie" ist nun bereits die fünfte Platte, und es nimmt sich 14 Stücke und 50 Minuten Zeit, um alles auszuloten, was die Neuseeländer drauf haben. Das ist nicht wenig: Die einzige Konstante ist und bleibt Sänger Dolf de Borsts, der seit einer Weile auch bei Imperial State Electric, der neuen Band von Ex-Hellacopter Nicke Anderson, spielt. Anderson wiederum revanchiert sich, indem er sechs Songs auf "Death Rattle Boogie" produziert. Überhaupt hat die Band mal wieder in verschiedenen Studios mit verschiedenen Leuten gearbeitet und wahrscheinlich deshalb ein für ihre Verhältnisse ungewöhnlich langes Album aufgenommen. Nichts darauf ist schlecht, aber auch nicht alles überdurchschnittlich gut. Vielmehr ist "Death Rattle Boogie" eine Werkschau aller Fähigkeiten der Band. "Gold Halo" ist ein feister Stonerrocker im Schweinsgalopp. "Skull Full Of Bone" und "Goodbye Ghosts" (mit Boba Fett am Piano) sind luftig-shakende Hellacopters-Tracks. "Shadow Looms Large" ist ein düsterer Glam-Stomper mit schwerem Piano. "Wander The Night" ist der eine langsame, lange Psych-Song, der mit draufgehört. "Fools Gold" erinnert in seiner harmonisch-punkigen Art an Redd Kross, und in "Brain Tonic" gibt es die obligatorische Slide-Gitarre. So ergibt sich eine erfreuliche Songsammlung von einer Band, die den Backlash nach dem Hype verdientermaßen überstanden hat.

Bewertung: 8/12

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