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0 Autor: Flo Hayler

Murder By Death - Bitter Drink, Bitter Moon

Bitter Drink, Bitter Moon

Murder By Death haben sich zum Komponieren in den Keller begeben und ihre in der Dunkelheit verfassten Lieder im tiefsten Winter eingespielt. Hätten sie nicht Bücher und Whiskey dabei gehabt, wäre das übel ausgegangen.

Murder By Death sind eine der wenigen Bands, denen man völlige Genre-Immunität attestieren kann; ein Wanderzirkus vom staubigen Lande, gekleidet in Baumfällerhemden und Trekking-Schuhe, Anti-Hipster auf der Suche nach der Lichtung im Wald, ausgestattet mit von Indianern geschnitzten Flöten, selbst gepflückten Beeren und ein Schnaps, den sie auf ihrer Route einem Moonshiner abgeschwatzt haben. Am abendlichen Lagerfeuer spricht Sänger Adam Turla im dunklen Timbre seine krude-romantischen Spuk- und Gruselgeschichten, inspiriert von Autoren wie William Faulkner oder Ray Bradbury und untermalt von den Rock-, Folk-, Blues-, Punk- und Americana-Klängen seines Ensembles. Als jüngsten Neuzugang verpflichtete das Klang-Kollektiv den bei Okkervil River ausgeliehenen Multiinstrumentalisten Scott Bracket, der nicht nur neue Instrumente beisteuert, sondern Turlas an Cash und Cave gemahnender Stimme ein weiches Backing-Bett hinstellt. Finanziert wurde das analoge "Bitter Drink, Bitter Moon" durch eine der bisher erfolgreichsten Fundraising-Kampagnen des Kickstarter-Portals. Dabei verpflichteten sich Murder By Death den Spendern gegenüber zu weitreichenden Gegenleistungen – gekoppelt an den Betrag der gezahlten Summe. So traten Turla und Band nicht nur auf Hochzeiten und Gartenpartys ihrer Anhänger auf und organisierten gemeinsame Ausflüge nach Disneyland, sondern ließen sich sogar von Fans entworfene Tattoos stechen. Es heißt, sie seien dabei nüchtern gewesen und hätten sogar gelacht.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 9.0/12

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